Fallbeispiel – Stickstoffabtrennungs- und Verflüssigungsanlage Luntai, Xinjiang, 220.000 Nm³/h
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Produkt |
Ausgangsleistung (Nm³/h) |
Austrittsdruck (MPa(G)) |
Temperatur (℃) |
Stickstoffgehalt |
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LNG |
8000 |
≥ 15 kPa |
-162 |
≤1 %mol |
·MDEA-Entkarbonisierungsverfahren Beschreibung:
Das Zuluftgas wird durch einen Separator gefiltert und tritt in den unteren Teil des Absorptionsturms ein, wo es im Gegenstrom mit einer von oben eingesprühten mageren MDEA-Lösung in Kontakt kommt. CO₂ und H₂S werden selektiv absorbiert. Die beladene Lösung wird in einem Entspannungsbehälter entspannt, um Kohlenwasserstoffe zu entfernen, danach in einem Wärmetauscher für mager-reiche Lösung vorgewärmt und anschließend auf das obere Ende des RegenerationsTurms geleitet. Im Reboiler erfolgt unter Dampfstrippen die Desorption von CO₂ und H₂S. Die regenerierte magere Lösung wird in einem Wärmetauscher abgekühlt und anschließend zurück in den Absorptionsturm gepumpt, um dort erneut im Kreislauf verwendet zu werden. Das saure Gas vom oberen Ende des Turms kann an Schwefelrückgewinnungsanlagen oder CO₂-Verflüssigungsanlagen weitergeleitet werden.
·Molekularsieb-Trocknungsverfahren Beschreibung:
Nach der Dekarbonisierung tritt das Rohgas in den Adsorptions-Turm A ein, wo Wasser selektiv durch die Molekularsieb-Schicht adsorbiert wird. Das trockene Abgas weist einen Wassertauunkt ≤ -60 °C auf und wird weitergeleitet. Nach Erreichen der Adsorptions-Sättigung wechselt Turm B in den Regenerationsprozess: Trockengas oder Stickstoff wird in einem Heizgerät erhitzt und zur rückwärtigen Spülung der Molekularsieb-Schicht verwendet. Das desorbierte Wasser wird in einem Kühler kondensiert und abgetrennt. Anschließend erfolgt eine vorwärts gerichtete Kühlung der Schicht mit kaltem Trockengas auf 40 °C, wodurch die Regeneration abgeschlossen und der Turm bereitgestellt wird. Die beiden Türme wechseln automatisch über programmierte Ventile, mit einer Zykluszeit von 8–12 Stunden.